Die geheime Oscar-Liste
21. Februar 2009Nach Deutschlands nächsten Topmodels und Superstars hat es jetzt auch die Oscars erwischt: Im Internet kursiert ein vermeintlicher Brief von Academy-Chef Sid Ganis an seine Mitarbeiter, in dem er ihnen angeblich die Gewinner in sämtlichen Kategorien mitteilt, mit der Bitte um strikte Geheimhaltung, versteht sich. Nun heißt es offiziell ja immer, die kompletten Ergebnisse kennen nur zwei Personen, die professionellen Geheimnisträger von PricewaterhouseCoopers. Die lernen Samstag Vormittag die Ergebnisse auswendig, bereiten zwei Sets von Umschlägen für die Preisverleihung vor und nehmen, begleitet von Bodyguards, tags darauf unterschiedliche Routen zum Kodak Theatre. Aber wer weiß, vielleicht war das immer schon eine Mär, oder die Regel wurde zum ersten Mal gebrochen, und prompt gab es ein Malheur. Sieht jedenfalls gut aus, die Liste. In vielen Kategorien entspricht sie durchaus den allgemeinen Erwartungen: Slumdog Millionaire bei Film und Regie, Man on Wire als Doku. Aber Schnitt für Milk? Bester Score: Defiance? VFX: Iron Man?? Alles eher… unwahrscheinlich. Richtig derb wird es aber bei Sound Mixing. Nicht, dass eine Auszeichnung für The Dark Knight hier abwegig erschiene. Durchaus möglich. Das aufgeführte Team Tom Myers, Michael Semanick und Ben Burtt war allerdings an dieser Produktion gar nicht beteiligt, sondern hofft auf eine Auszeichnung für Konkurrent WALL-E. Für alle, die unbedingt jetzt schon wissen möchten, wer sich morgen Nacht einen Goldjungen abholen darf: Diese Prognose ist, wenn auch vielleicht nicht verlässlicher, auf alle Fälle gewissenhafter recherhiert.
P.S. 23.02.09: Die tatsächlichen Oscar-Gewinner 2009
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