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Kategorie 'Sneak Preview'

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Babylon A.D.

Sneak Preview

Der Söldner Toorop sitzt nach einem apokalyptischen Krieg in einem Neu-Serbien genannten Dystopia fest. Von einem zwielichtigen Unterwelt-Boss erhält er den Auftrag, eine junge Frau aus einem Kloster abzuholen und quer durch Asien über die Beringstraße und Kanada in die USA zu schmuggeln. Kaum ist er mit Aurora und ihrer Martial-Arts-trainierten Beschützerin aufgebrochen, sind irgendwelche Angreifer hinter ihnen her. Außerdem sind sie nicht die einzigen, die mit den wenigen verfügbaren Verkehrsmitteln die Zivilisation erreichen wollen. Dann müssen sie noch durch gesperrtes Gebiet, das mit unbemannten Kampfflugzeugen überwacht wird. Jede Etappe ein Kampf ums Überleben. Die äußeren Umstände und die Grundstory lassen zu Beginn auf eine Variante von Children of Men hoffen, aber nach einem furiosen Auftakt und einem zwar Action-geladenen, aber doch sehr vorhersehbaren Mittelteil, wird die Entwicklung im letzten Drittel völlig abstrus. Den ganzen Film über wird ein Geheimnis um Aurora aufgebaut. Am Ende steht und fällt alles mit der Erklärung, was denn nun das Besondere an ihr ist, worum es bei dem Auftrag überhaupt ging. Und die ist leider völlig Panne. Vermutlich ist die Romanvorlage von Georges Dantec sehr viel komplexer und baut die unplausiblen Elemente der Auflösung von Anfang an in die Entwicklung ein. Der Drehbuch-Adaption gelang das nicht, und so wurde dann doch nur ein durchschnittliches Vin-Diesel-Abenteuer daraus. Ab 11.9. im Kino.

31. August 2008 | View Comments
 

Cassandra’s Dream

Sneak Preview

Zwei Brüder stecken in finanziellen Schwierigkeiten. Terry, der als Mechaniker in einer kleinen Londoner Autowerkstatt arbeitet, hat derb beim Pokern verloren. Ian, der mit dem Vater eine Kneipe führt, macht seiner neuen Freundin, einer ambitionierten Schauspielerin, eine erfolgreiche Business-Tätigkeit vor. Als der reiche Onkel aus den USA zu Besuch kommt, hoffen beide auf dessen Unterstützung. Die bietet er auch an. Im Gegenzug erwartet er aber von Ian und Terry Hilfe bei der Lösung seines Problems: Sie sollen ihm seinen lästigen Geschäftspartner vom Hals schaffen – für immer. Interessant, wie man als Zuschauer plötzlich mit den beiden im Boot sitzt und mitfiebert, ob ihnen ihr mörderischer Auftrag gelingt. A propos: Ein Boot haben die beiden zu Beginn auch gekauft und ihm als Namen den Titel des Films verpasst. Da ist es nicht weiter erstaunlich, dass sich der weitere Verlauf eher negativ entwickelt und schließlich bei einem finalen Segeltörn ein schlimmes Ende findet. Schotte Ewan McGregor und Ire Colin Farrell konkurrieren um den Oscar für den besten Cockney-Dialekt und geben auch sonst ihr Bestes. Tom Wilkinson, wie immer großartig, bringt kurzzeitig einen Energieschub in den eher gemächlichen Aufbau. Danach geht es aber trotz der dramatischen Handlung wenig packend weiter. Die Constantin wollte Woody Allens neuestes London-Krimi-Melodram erst gar nicht in die Kinos, sondern direkt in die DVD-Regale bringen. Ganz unverständlich ist das nicht. Ein unterdurchschnittlicher Film des Altmeisters ist zwar immer noch besser als das Gros der anderen Produktionen. Ist aber sicher sein schwächster seit Jahren. Nun kommt er also ins Kino (am 5. Juni), und bald dann doch ins Regal, zu den DVD-Schnäppchen.

Cassandra's Dream

17. Mai 2008 | View Comments
 

Leatherheads

Sneak Preview

Mitte der Zwanziger sah Football anders aus als heute. Nicht nur hatten die Spieler statt Helmen Ledermützen auf, es gab auch keine allgemein gültigen Regeln, und überhaupt stand die Profi-Liga kurz vor dem Aus. Zu wenig Zuschauer, zu wenig Sponsoren, zu wenig Geld für Bälle und Ausrüstung. Mit all diesen Problemen hat auch Jimmy ‘Dodge’ Connelly zu kämpfen, Herz und Hirn seines Teams. Vielleicht die Rettung: Carter Rutherford, Newcomer Star, jung, gutaussehend und vor allem: Held des Ersten Weltkriegs und deshalb Liebling der Medien. Angeblich hat er nur durch sein Auftreten eine Gruppe deutscher Soldaten dazu gebracht, sich zu ergeben. Connelly schafft es, Carter ins Team zu holen. Doch die Story stimmt nicht so ganz. Die Journalistin Lexie Littleton, attraktiv, ehrgeizig, schlagfertig, ist bereits hinter der Wahrheit her. Außerdem sind der alte und der junge Football-Star bald hinter Lexie her. So erklärt sich der deutsche Titel Ein verlockendes Spiel. Der amerikanische Lieblingssport kann kaum damit gemeint sein. Dessen vertrackte Regeln – heute gibt es sehr, sehr viele – kennt hierzulande kaum jemand. Und das ist auch immer ein Problem der Sports Movies. Dieser hier hat aber zusätzlich das Thema Zwanziger Jahre zu bieten, das charmant und aufwändig umgesetzt wurde. Settings, Kostüme, Musik, alles perfekt. Selbst die spritzigen Dialoge wirken wie aus einem Film mit Clark Gable und Claudette Colbert. George Clooney mal wieder Grimassen schneidend witzig, auch ok. Die Chemie mit der Zellweger stimmt, das gibt dem Ganzen zusätzliche Würze. Erfreulich auch: John Krasinski aus der US-Version von The Office endlich in einer größeren Filmrolle. Viele sehr witzige Stellen, aber auch einige Längen. Deutscher Kinostart 5.6.

Leatherheads

10. Mai 2008 | View Comments
 

The Savages

Sneak Preview

Die Geschwister John und Wendy Savage müssen sich um ihren Vater kümmern, mit dem sie keine angenehmen Erinnerungen verbinden. Zuletzt hat er mit seiner Lebensgefährtin in einer Rentnerstadt in Arizona gewohnt. Doch nach deren Tod kann er aus finanziellen und gesundheitlichen Gründen nicht dort bleiben. Ein besonders liebenswerter Zeitgenosse war er wohl noch nie. Seine Demenz macht den Umgang mit ihm nicht leichter. Wendy ist erst gegen die Unterbringung in einem Pflegeheim, doch John setzt sich durch und findet einen freien Platz in Buffalo, nicht weit von seiner Wohnung. Seine Schwester, die eigentlich in New York City lebt und dort eine Affäre mit einem verheirateten Nachbarn hat, steigt vorübergehend bei ihm ab. In der Auseinandersetzung miteinander, mit ihrem Vater und ihrer Vergangenheit finden beide neue Impulse für ihre beruflichen und privaten Lebensumstände. Laura Linney und Philipp Seymour Hoffman sind wie immer großartig. Philip Bosco schafft als ihr Vater den Spagat, gleichzeitig Antipathie und Empathie hervorzurufen. Die originellen Dialoge und ironischen Untertöne von Drehbuchautorin und Regisseurin Tamara Jenkins sorgen dafür, dass die Stimmung nicht zu düster und die wenig erbauliche Thematik so für ein breiteres Publikum zugänglich wird.

The Savages

19. April 2008 | View Comments
 

Sneaklist-Update

Sneak Preview

K-Man is back in town, und seitdem wird wieder regelmäßig gesneaked – Kajeluja! Deshalb habe ich nach langer Pause mal wieder eine aktuelle Tippliste zusammengestellt mit zwanzig Filmen, die in den nächsten Wochen in Deutschland starten. George Clooneys Leatherheads zum Beispiel und Michael Hanekes US-Remake seiner Funny Games. Viel Schrott ist auch dabei, aber die minimale Chance, vielleicht doch den neuen Indiana Jones vorab zu sehen, treibt uns trotzdem hin.

Cinema München

17. April 2008 | View Comments
 


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