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WordPress 2.9.1 bei Strato

15. Januar 2010

WordPressDie neuen WordPress-Updates setzen MySQL 4.1.2 oder höher voraus. Um Blog-Systeme zu aktualisieren, die bereits ein paar Jahre hinter sich haben, muss deshalb unter Umständen erst die Datenbank gewechselt werden. Für mich war das ein Grund, das Upgrade auf 2.9.x ein paar Wochen vor mir her zu schieben. Gestern habe ich mich endlich daran gewagt, und richtig kompliziert war es natürlich gar nicht. Aber auch nicht ganz geschenkt. Für 1&1-Kunden gibt es hier ein paar gute Tipps. Speziell für Strato habe ich nichts gefunden, darum im Folgenden einige Erläuterungen:

Strato-Kunden, deren Blog noch relativ neu ist, oder die überhaupt erst einen anlegen wollen, sind von der MySQL-Problematik nicht betroffen. Neue Datenbanken werden automatisch in der jeweils aktuell im Einsatz befindlichen Version erstellt. Meine war noch MySQL 4.0.x, deshalb musste ich vor dem WordPress-Update auf Version 5.0.x umstellen. Am praktischsten wäre natürlich eine direkte Konvertierung per Knopfdruck im Strato-Adminbereich. So einfach geht es leider nicht. Man braucht eine neue Datenbank, in die die Inhalte der alten importiert werden. Hat aber den Vorteil, dass man schlimmstenfalls auf die alte Datenbank zurück kann, falls ein Problem auftaucht.

Vorab: Grundsätzlich sollte man sich an die hier erläuterten Einstellungen nur wagen, wenn man einigermaßen Ahnung von der Materie hat. Von allen wichtigen Dateien unbedingt Backups anlegen! Für Datenverlust oder sonstige Probleme kann meinerseits keinerlei Gewähr übernommen werden. Die Leute kommen ja manchmal auf die komischsten Ideen.

Schritt für Schritt: “Datenbank anlegen” im Strato-Kundenbereich unter “Einstellungen”, “Datenbankverwaltung”. Am besten gleich den Namen (die Nummer) der neuen Datenbank notieren, den brauchen wir später. Dann die bisherige Datenbank aufrufen: “Verwaltung”. Dort, ziemlich in der Mitte: “Exportieren”. Im nächsten Menü die DB anklicken (oder darunter: “Alle auswählen”). Export als “SQL”. Die SQL-Optionen am besten lassen, wie sie sind. Kompression: Freie Wahl. Mit “OK” geht es los. Die Exportdatei wird heruntergeladen und auf dem eigenen Rechner gespeichert.

Vor dem Import in die neue Datenbank sind zwei kleine Änderungen notwendig. Dazu die Datei mit einem geeigneten Editor öffnen und folgendermaßen anpassen: Die Zeile “CREATE DBxxxxxx” löschen und darunter bei “USE DBxxxxxx” den neuen Namen (die zuvor notierte Nummer) eintragen. Speichern. Nach der Bearbeitung mit dem Windows-Editor gab es bei mir Probleme beim Re-Import. Besser: Notepad++. Falls beim Download der Exportdatei Zip oder GZip aktiviert wurde, muss sie natürlich vor der Bearbeitung entkomprimiert werden. Je nach Internet-Anbindung wird für den Upload die Erstellung eines GZip sinnvoll sein. Außerdem gibt es beim Import eine Größenbeschränkung (2.048KB). Für Windows kann ich 7-Zip empfehlen.

Danach im Strato-Kundenbereich die neue Datenbank aufrufen. Links oben das SQL-Abfragefenster öffnen. Dort gibt es die Funktion “Datei-Import”. Zeichencodierung war bei mir utf8. Ich komme später darauf zurück. Die bearbeitete Exportdatei auf dem lokalen Rechner auswählen und warten, bis Upload und Verarbeitung durch sind. Falls eine Fehlermeldung erscheint, die auf falsche Syntax im SQL-Befehl oder ähnliches verweist, war vermutlich der Editor schuld, mit dem die Exportdatei bearbeitet wurde. Falls es heißt, es sei keine Datenbank ausgewählt worden, fehlt die Angabe “USE DB……” (siehe oben).

Jetzt haben wir also zwei Datenbanken mit dem gleichen Stand. In WordPress ist noch die alte eingetragen. Zum Umstieg auf die neue muss die Datei wp-config.php geändert werden. Die befindet sich im Stammverzeichnis der WordPress-Installation. Die relevanten Zeilen:
define(‘DB_NAME’, ‘DB……’); // The name of the database
define(‘DB_USER’, ‘U……’); // Your MySQL username

Bei mir waren nach dem Umstieg die Sonderzeichen hin. Ließ sich durch eine zusätzliche Zeile in der wp-config.php beheben:
define(‘DB_CHARSET’, ‘utf8′);
Kann sein, dass dieses Problem von vornherein vermieden werden kann, wenn man beim Import eine andere Zeichencodierung wählt (siehe oben). Viel Spaß beim Ausprobieren.

Falls sich Blog oder WP-Adminbereich nach dem Umstieg nicht mehr öffnen lassen oder irgendein anderes Problem auftritt: Einfach in der wp-config.php wieder die alte DB-Nummer eintragen.

Noch ein Tipp für die Aktualisierung auf WordPress 2.9.1: Die Automatik-Funktion ist bei mir nicht ganz durchgelaufen. Danach ging erst mal gar nichts mehr: Blog weg, WP-Adminbereich weg. Mit etwas Glück hat das Update trotzdem geklappt: Einfach die Datei .maintenance löschen (im gleichen Verzeichnis wie die wp-config). Besser: Manuell aktualisieren.

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  1. claus

    am 2. Februar 2010 um 11:35

    Vielen Dank, das hat meinen Tag gerettet.

    Vielleicht nur ein kleiner Hinweis: Der Datenbank-Export ist nicht ganz so trivial, wenn die Datenbank noch auf ISO-8859 läuft, weil phpMyAdmin auf UTF eingestellt ist und Sonderzeichen u.U. schon beim Export zerhaut. Bei MySQLDumper kann man das flexibel einstellen.

  2. aX_eL

    am 4. Februar 2010 um 17:24

    prima claus, freut mich
    danke auch für die ergänzung bezüglich sonderzeichen!

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